Kaninchen Fritz & Erna

Wir sind die deutschen Widder- Kaninchen Fritz und Erna.

Wir sind am 18.08.2025 geboren und haben unsere ersten Lebenswochen mit vielen weiteren Geschwistern im schönen Schaumburger Land (die Heimat von Silke) verbracht.

Seit Oktober 2025 leben wir unter einem Dach (wir hören und riechen einander, aber jeder hat einen eigenen Bereich) mit den Hühnern und Meerschweinchen im Garten. Der Hund Albert ist uns ebenfalls von Anfang an bekannt;).

Wir sind sehr aufgeschlossen und neugierig; nach und nach dürfen wir alles für den tierischen Einsatz in der Ergotherapie kennenlernen. Langsam und liebevoll werden wir an Kinderhände, Geräusche, Bürsten, auf den Körper klettern etc. gewöhnt, sodass wir zugewandte und verlässliche Partner werden und stets Freude an der Arbeit mit dem Menschen in Gross und Klein haben.

Allgemeines zu Kaninchen in Therapie:

Sanftes und ruhiges Wesen

Kaninchen haben ein eher stilles, zurückhaltendes Verhalten.

→ Das reduziert Stress, schafft eine beruhigende Atmosphäre und eignet sich gut für Menschen, die sensibel, ängstlich oder schnell überfordert sind.

Starke Wirkung auf die emotionale Regulation

Der Kontakt mit einem ruhigen Tier, das Wärme ausstrahlt und leise atmet, fördert:

  • Entspannung
  • Senkung des Cortisolspiegels
  • Gefühl von Geborgenheit

Kaninchen reagieren feinfühlig auf Stimmungen. Diese Resonanz unterstützt emotionale Selbstwahrnehmung.

Hoher Kuschel- und Taktilreiz

Ihr weiches Fell und die gleichmäßigen Atembewegungen bieten intensive sensorische Erfahrungen, die besonders wirksam sind bei:

  • taktiler Wahrnehmungsförderung
  • Regulation von Über- oder Unterempfindlichkeit
  • sensorischer Integration

Kaninchen sind hervorragend für ruhige, körpernahe Interaktionen geeignet (z. B. Streicheln, Halten, Bürsten).

Der Umgang mit Kaninchen ist alltagsnah und motorisch vielseitig:

  • Füttern (z. B. Gemüse klein schneiden, Körnchen dosieren)
  • Putzen und Fellpflege
  • Schaffen einer Futterstation
  • Heben, Tragen, Reinigen des Geheges
  • Staunen, Beobachten → Handlungsplanung

Diese Tätigkeiten fördern Handgeschicklichkeit, Koordination und Bewegungsplanung.

Bedürfnisse der Interaktion

Kaninchen sind nicht laut oder grob, aber auch keine „Plüschtiere“.

Sie zeigen deutlich, wenn ihnen etwas zu viel wird. Das hilft besonders bei:

  • Impulskontrolle
  • Grenzachtung
  • Rücksichtnahme
  • Empathietraining

Kinder (und Erwachsene) lernen, auf Körpersignale zu achten und Verhalten anzupassen.

Ihre Grösse

  • wenig bedrohlich
  • vertraut
  • leicht zugänglich

Kaninchen wirken aufgrund ihrer Größe und ihres Erscheinungsbildes:

Das erleichtert auch schüchternen, ängstlichen oder traumatisierten Menschen die Kontaktaufnahme.

Bedüfnis der Fürsorge durch den Menschen

Die Versorgung von Kaninchen erfordert:

  • regelmäßiges Füttern
  • Kontrolle der Hygiene
  • Beobachten des Wohlbefindens
  • Pflege von Fell und Krallen

Diese Aufgaben fördern Selbststrukturierung, Selbstständigkeit und Alltagskompetenzen, besonders in der Kinder- und Jugendtherapie, Psychiatrie oder psychosozialen Rehabilitation.

8. Hoher Aufforderungscharakter („Approachability“)

Kaninchen lösen oft spontan positive Gefühle aus:

Sie sind damit ideale „Türöffner“, um die therapeutische Beziehung zu stärken.