Die fedrige Mädelsschar…
Wir sind ein bunt gemischte Schar aus 9 Mädels mit unterschiedlicher Grösse und Farbe.
Wir leben seit Mitte 2023 alle zusammen in einer festen Gruppe und im festen Familenanschluss. Im Sommer und Winter, Tag und Nacht haben wir ca. 17qm gesicherten Auslauf und einem großen Stall (meist schlafen wir aber lieber mit Dach auf einer der vielen Sitzmöglichkeiten). Wir lieben frisches Grün und Körner jeglicher Art, denn wie es unsere Natur ist lieben wir das Scharren und Picken auf dem Naturboden. Wasser zum anschließenden Stärken und Säubern unserer Schnäbel ist ebenso wichtig. Einen Sonnenplatz zum Ruhen und Sand für die Pflege unseres Gefieders wissen wir auch sehr zu schätzen.
Hühner als Ergänzung im therapeutischen Bereich
Hühner nehmen durch ihre ruhige und zugängliche Art einen besonderen Stellenwert im therapeutisch- unterstützenden Bereich ein. Hier einige Aspekte, die sie hierfür besonders machen:
Ruhige und zugängliche Natur: Hühner sind in der Regel ruhige und nicht allzu scheue Tiere, die es den Menschen ermöglichen, sich in ihrer Nähe wohl zu fühlen. Sie sind weniger bedrohlich als größere Tiere wie Hunde oder Pferde, was besonders für Menschen mit Angstzuständen oder Traumata von Vorteil sein kann. Ihr Verhalten wirkt oft beruhigend und entspannend.
Förderung von Achtsamkeit: Der Umgang mit Hühnern erfordert Geduld und Achtsamkeit. Menschen müssen ihre Aufmerksamkeit auf die Tiere richten, um sie zu füttern, zu pflegen oder zu beobachten. Diese Fokussierung kann den Therapeuten und Klienten dabei helfen, sich im Moment zu verankern und stressige Gedanken zu minimieren.
Einfache Pflege und Interaktion: Hühner sind relativ pflegeleicht und benötigen keine intensive Betreuung wie manche andere Tiere in der Therapie. Ihre Pflegeaufgaben (wie das Sammeln von Eiern oder das Streuen von Futter) sind leicht verständlich und können den Klienten ein Erfolgserlebnis vermitteln.
Positive Auswirkungen auf soziale Interaktion: Die Arbeit mit Hühnern fördert die Zusammenarbeit, Kommunikation und den Austausch. In Gruppentherapien können Menschen durch das gemeinsame Versorgen der Tiere stärker miteinander in Kontakt treten, was das Gemeinschaftsgefühl und die sozialen Fähigkeiten fördert.
Empathie und Verantwortung: Hühner können Klienten dazu anregen, Verantwortung zu übernehmen und sich um die Bedürfnisse eines anderen Lebewesens zu kümmern. Diese Verantwortung fördert Empathie und ein stärkeres Bewusstsein für das Wohl anderer – wichtige Aspekte für die emotionale und soziale Entwicklung.
Sinnvolle Struktur im Alltag: Hühner haben einen klaren Tagesrhythmus (z. B. Fütterung, Eiablage), der den Klienten dabei helfen kann, eine gesunde Struktur in ihrem Leben zu etablieren. Diese Struktur ist besonders für Menschen hilfreich, die Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu organisieren, wie z. B. bei Depressionen oder Angststörungen.
Förderung von Selbstwertgefühl: Die Pflege und das erfolgreiche Versorgen von Hühnern kann das Selbstwertgefühl stärken. Klienten erfahren durch ihre Arbeit mit den Tieren ein Gefühl von Erfolg und Kompetenz, was ihre psychische Gesundheit fördert.
